Dienstag, 8. Juli 2008Metzeler Z6 Roadtec - die erste Fahrt
Der Tag ist gar nicht mal so schön. Für Anfang Juli bescheiden warm und nass. Betty stand seit einigen Tagen mit neuen Gummis auf den Felgen in der Garage und wartete auf Auslauf. Heute war es dann so weit. Ich hatte am Nachmittag noch so einiges zu tun und habe also das Motorrad rausgekramt.
Auf 30km und vorwiegend Stadtverkehr kann man noch nicht so viele Rückschlüsse ziehen, aber der Wedel-Test (enge Schlangenlinien mit etwa 70km/h) deutete schon auf das erhoffte Ergebnis hin. Das Umlegen war nicht mehr so viel Arbeit, die Kurven flutschten besser. Ich hoffe, am Wochenende spielt das Wetter mit und ich kann eine größere Tour fahren!! Bisher lautet mein Fazit: Memo an mich: eMail an Metzeler schreiben, dass der Z6 ne Granate von Reifen ist! Nähere Infos kommen dann nach der ersten, großen Ausfahrt. Sonntag, 6. Juli 2008Bank Job
Terry ist ein Kleinganove und schraubt schon mal gern den Tacho des einen oder anderen Gebrauchtwagen zurück und steht bei einem Mafiaboss in der Kreide.
Matine wird mit Drogen im Koffer bei ihrer Einreise ins Vereinigte Königreich am Flughafen erwischt. Tim ist beim Geheimdienst und muss unbemerkt an den Inhalts eines Schließfachs kommen; Fotos von einem Mitglied der königlichen Familie in recht brisanten Posen.... Und wie das nun mal ist: man kennt sich und eine Hand wäscht die andere... In diesem Film wurde der berüchtigte "Walkie Talkie Raub" aus den 70ern verwurstet. Die Diebe brechen unbemerkt in eine Bank in der Londoner Baker Street ein. Allerdings benutzten sie dazu Walkie Talkies. Ein Amateurfunker entdeckte zufällig den Kanal und alamierte die Polizei. Aber das ist hier nicht das einzige und eigentliche Problem der Diebesbande: sie haben die Rechnung ohne die Besitzer der Schließfächer gemacht, die ihre schmutzigen kleinen Geheimnisse um jeden Preis bewahren wollen.... Bewertung bei IMDB Artikel bei Wikipedia Samstag, 5. Juli 2008Die Wucht in Tüten...äh Paketen
Es war Dienstag und sehnsüchtig erwartete ich (immer noch) diverse Pakte.
- Aus Süddeutschland die Hinterradabdeckung für meine Betty, damit mir hoffentlich das Regenwasser bald nicht mehr unter die Sitzbank schmoddert. - Neue Inlineskates, da mir die Druckstellen der alten Roces gewaltig auf die Nerven gingen. Und überhaupt was das kein Rollen mehr, sondern ein Trampeln. - Ein Päckchen aus Übersee (Geburtstagsgeschenk für einen Freund). - Einen Anruf aus Bonn, dass mein Tankrucksack geliefert wurde. Und sie alle kamen an einem Tag: Mittwoch. Nach dem Volleyball fuhr ich mit dem Bus nach Bonn-West und stellte fest, dass der Rucksack sein Geld durchaus wert war: Die Tragegurte waren klipp-bar, so konnte man sie verschwinden lassen, um die Tasche auf den Tank zu schnallen. Dafür waren zwei Ösen sowie zwei Schnallen vorgesehen. Im Lieferumfang war ebenfalls eine Regenhaube enthalten. Die Ösen konnten durch zwei Schlitze geführt werden - so fliegt die Haube auch nicht weg. Überdies ist das Patent zur Volumenvergößerung genial wie enfach: Zipp! Einen Reißverschluss öffnen, fertig. Die Oberschicht war aus Leder und es gab hier und da kleine Fächer für z. B. das Handy oder eine Kompaktkamera. Ich bin begeistert! (So ähnlich sieht das dann aus - ich habe mich aber für einen kleineren Rucksack entschieden.) In sofern kann ich nur jedem die Investition in ein Bagster-Tankrucksack-System raten! (Für ER-6n etwa 110€ Tankhaube + 91 € für den Rucksack "Minea" (12-20l) "Medea" (16-30l).) (Infos: Bagster) Daheim lag ein riesen Paket an der Treppe. Der Verpackung entnahm ich, dass es sich um meine neuen Skates handelte (*juhuu*): K2 Athena. Diese Dinger sahen nicht nur schick, sondern auch ungelaublich bequem aus. Heute in Düsseldorf der erste Testlauf bestätigte es. Überdies rollt man nicht, man gleitet. "Die Wucht in Tüten...äh Paketen" vollständig lesen Montag, 30. Juni 2008Und wieder eine neue Episode aus Papas Zauberkiste....
Nach tagelangem Nerven habe ich es geschafft und meinen Vater überredet bekommen, mit mir zusammen die Räder an meiner großen Kawasaki auszubauen.
Papa hat objektiv gesehen nicht Unrecht, wenn er sagt, dass die neuen Reifen überflüssig sind. Mit den Dunlop hätte ich beim derzeitigen Profilstand noch locker 4000km runterspulen können. Aber ich fühle mich auf den Reifen einfach nicht sicher. Ich hoffe, dass ich mit den neuen Metzeler Z6 Roadtec mehr Glück und Sicherheit habe. Ich bin an sich geizig, aber von dem vorzeitigen Wechsel verspreche ich mir ein besseres Kurvenhandling der ER-6n. Sogar der Montageständer, den ich vor über einem Jahr bei ebay ersteigert habe, kam nun endlich mal zum Einsatz. Angedacht war er, um die 6n während der Wintermonate aufzubocken, um Standplatten im Reifen zu vermeiden - aber er stand bis heute ungenutzt in der Garage herum. Angesetzt, passt, aufgebockt. Das war ja einfach! Das Hinterrad war binnen 5 Minuten ausgebaut: Splint entfernen, Überwurfmutter lösen, Kettenspanner lösen, Achse entfernen, Bremssattel runter - habe fertig. Das Vorderrad verlangte besondere Fürsorge. Zuerst killten wir einen Spanngut bei dem Versuch, das Motorrad an zwei Punkten anzuheben. Anschließend griff mein Vater in die Trickiste: "Ich glaube, da müssen wir härtere Geschütze auffahren..." Er zog eine unscheinbare Holzkiste aus einer staubigen Ecke hervor und zog einen riesigen Seilzug heraus. Ich muss geguckt haben wie ein Auto. Mit diesem Ding wurden auf einem Schiff einst Zylinderköpfe getauscht. "Ist ja nicht so, dass das hier ein armer Haushalt wär.", kommentierte er nur, nahm ein altes Schiffstau und mit einem Knoten war die Schlinge für die Seilwinde fertig. Ich guckte noch immer total perplex auf die Holzkiste. In der Schlaufe wurde das Ding also eingehakt (Seemannsknoten sind einfach eine der genialsten Erfindungen auf Erden!) und der Rahmen an zwei Punkten wieder mit einem Seil angehoben. Zwar ging auch hier der erste Versuch schief, der Zweite auch - aber wir sind ja lernfähig und so schebte auch bald das Vorderrad etwas in der Luft. Mit einem kombinierten Sechskant- und Zündkerzenschlüssel wollten wir die Achse lösen, aber das Billigteil aus dem Bordwerkzeug ging nach nur 3 Sekunden in die Knie. (Das werd ich morgen mal Kawasaki berichten...) Nachdem die Bremssättel die Bahn freigaben, nahmen wir das Rad raus und setzten sogleich die Achse wieder ein. Diese stützen wir dann mit einem Holzklötzchen auf dem Wagenheben ab. Und so hängt meine Betty diese Nacht über ab, während ihr "Schuhe" morgen neu besohlt werden. Sonntag, 29. Juni 2008AOWD-Specialty: Navigation
Es war Sonntagmorgen und mit etwa 12 Mann fuhren wir zum Biggesee bei Olpe. Ich hatte zwar eigentlich keinen Plan, aber wie immer ist man irgendwann da und muss das Equipment aus dem Bus laden. Nachdem wir etwa 50m einen schmalen Pfad entlang gegangen waren, erstreckte sich vor uns ein blauer See. Wir sahen die Staumauer und einen Turm daneben. Allerdings lag die Oberfläche etwa 6 Meter tiefer als sonst - so Stefans Auskunft.
Nachdem alles am Ufer war, konnten wir uns endlich ins Neopren zwängen und erhielten eine kurze Einweisung. Stefan, wie immer in den kühleren, deutschen Gewässern, schlüpfte in seinen Trocki. Das Wasser war nicht allzu kalt, aber die Sicht ließ mehr oder weniger zu wünschen übrig. Naja, wir wollten ja eh mithilfe des Kompass navigieren. Ich muss nicht erwähnen, dass das vorne und hinten schiefging. Dietmar, welcher auch den Navikurs mitmachte, sackte jedes Mal ab, wenn er sich ausschließlich auf die Nadel konzentrierte - ich dagegen stieg immer weiter auf. Aber immerhin hatten wir die Prinzipien von Entfernungsmessung mithilfe von Flossenschlagzyklen, Dreieckskurs und Umkehrkurs verstanden. Dietmars Flasche war recht schnell am Ende und wir tauchten auf, um eine kurze Pause zu machen und die Flasche zu wechseln. Der zweite Tauchgang sollte etwas tiefer gehen, also wappnete ich mich auch mit Handschuhen gegen die Kälte, denn ab 10 Metern wurde es kalt und ab 15 war es einfach nur richtig bitterkalt. Wir sollten dem alten Flussbett der Bigge folgen, aber das kollidierte mit unsere Annahme, den gepeilten Kurs zu halten. Es ging also wieder einiges schief, aber im Nachhinein leuchtete uns der Gedanke, sich an der natürlichen, fixen Unterwassergeografie zu orientieren ein. Um meine Fertigkeiten zu verbessern, bedarf es sicherlich noch einiger Tauchgänge... Auf dem Rückweg stellte ich fest, dass der See sehr stark gebuchtet ist - und groß. Wir waren in einer ruhigen Ecke, aber auf der anderen Seite einer Brücke entdeckte ich einen Hafen für Segelboote und sogar Personenschiffe, wie es sie auch auf dem Rhein gibt. Alles in allem hat mir der Hitdorfer See aber etwas besser gefallen. (Vor allem gibt's dort Toiletten und was zu essen. Samstag, 28. Juni 2008Die Säulen der Erde
Ken Follets Bestseller aus dem Jahre 1990.
England im Mittelalter (1135): Tom Builder ist Steinmetz-Meister und von dem Wunsch, Dombaumeister zu werden, besessen. Er ist verheiratet und hat mit Agnes zwei Kinder: Alfred und Martha. Seine Lebenssituation ist gut, da er für Lord Hamleigh ein Haus baut, in dem dessen Sohn und die zukünftige Frau leben sollen. Aber die Braut lässt nach einem Treffen mit William die Verlobung platzen und somit werden die Arbeiten eingestellt. In England herrscht Bürgerkrieg um die Thronfolge. Heinrich I. starb, sein einziger leiblicher Sohn kurze Zeit nach ihm bei einem Schiffsunglück. Stephan, Neffe des Königs, macht seiner Cousine Mathilde die Thronfolge streitig und lässt sich zum König krönen... Mathilde lässt das nicht so einfach auf sich sitzen... Auf der Suche nach Arbeit zieht Tom mit seiner Familie durch das ganze Land, findet aber immer nur befristete Stellen. Im Winter wird seine kleine Tochter beinahe von einigen Gesetzlosen getötet, als sie ihr das Proviant stehlen, dass sie bei sich trägt. Bei diesem Zwischenfall lernt Tom die schöne, aber mysteriöse Ellen kennen und ihren merkwüridigen Sohn Jack. Einige Wochen später stirbt Agnes bei der Geburt eines Sohnes. Tom sieht sich nicht in der Lage, es zu ernähren und setzt es aus. Er zieht mit den Kindern weiter. Als er an die Burg von Graf Bartholomäus kommt, scheint sich alles zum Guten zu wenden, der Graf will seine Wallanlagen ausbessern lassen und stellt Tom ein. Aber schon am folgenden Tag wird die Burg erobert und Tom muss weiterziehen. Unterwegs begegnet er wieder Ellen. Sie berichtet ihm, dass der Säugling von Mönchen gerettet wurde und schließt sich Tom an. Sie finden Unterschlupf in der Priorei von Kingsbridge. Die dortige Kathedrale ist mehr als baufällig, doch der Prior hat kein Geld. In der Nacht wird die Kirche durch ein Feuer zerstört. Tom nutzt die Gelegenheit und schlägt dem Abt vor, wie er den Bau finanzieren könne. Man stellt ihn ein. Doch nach einigen Monaten muss Ellen, die mit Tom inzwischen unehelich zusammenlebt, das Kloster verlassen. Da Alfred immer wieder ihren Sohn angegriffen und verletzt hat, fällt es ihr nicht allzu schwer. Tom hingegen ist zutiefst betrübt und stürzt sich in die Arbeit... Immer wieder spinnen der neue Bischof Waleren und die Familie Hamleigh Intrigen gegen Prior Philip und den Bau der Kirche. Sie wollen die Kirche in Shiring statt in Kingsbridge erbauen, um an den mit dem Bau zusammenhängenden Märkten zu verdienen. Durch raffinierte Pläne, Trotz und Einsatzbereitschaft kann Philip aber alle Schwirigkeiten meisten. Bis die Brandschatzung von Kingsbridge eine neue, scheinbar unüberwindbare Katastrophe heraufbeschwört... Das Buch lies sich sehr zügig und entspannt lesen. Allerdings hatte ich von dem Buch mehr erwartet. Die Erwartungen an dieses Buch schrauben sich automatisch hoch, da man immer wieder hört, wie großartig es sei. Die Geschichte ist simpel und nicht zu abgedreht. Es gibt "gute Jungs" und "böse Jungs", aber keine (Super)Helden. Die Verflechtung der einzelnen Handlungsstränge und Leben der Figuren ist raffiniert und stimmig. Nichts wächst über Nacht und so begleitet der Leser die Figuren etwa 50 Jahre lang. Wer historische Romane mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Hier die Wikipedia-Zusammenfassung. Freitag, 20. Juni 2008Im Dienste der Marktforschung...
Am Mittwochvormittag klingelte das Telefon im Büro und Christian reichte mir den Hörer rüber: "Is' für dich." "Schönen guten Tag, Frau Bendel, Firma Leyhausen hier aus Leverkusen. Würden Sie vielleicht an unserer Gruppendiskusion zwecks einer Motorradstudie teilnehmen?" Ich hatte ein riesengroßs Fragezeichen über dem Kopf und lehnte erst einmal ab. Hinzu kam, dass ich mich beim besten Willen an kein Gewinnspiel oder ähnliches erinnern konnte, wo man sich auch für Marktforschung meldete. Und wo hatte ich die Büronummer angegeben?? Das mache ich an und für sich nie! Es stellte sich heraus, dass sie die Nummer von Kawasaki hatten, die Büronummer aber von meiner Mutter - und sie suchten so händeringend jemanden mit einer ER-6n für die Studie, dass ich sogar Geld geboten bekam, falls ich doch kommen würde. Also gut. Wieso nicht? Für 100€... Ich brauche (will) neue Reifen für meine 6n. Hab mir sogar schon welche ausgesucht und die kosten 230€... Also schnorrte ich mir bei Mama das Auto und fuhr gleich nach der Arbeit los.
Ich habe zwar im falschen Parkhaus gestanden, aber ansonsten war es sehr einfach zu finden. Ich füllte einen kurzen Fragebogen aus: welches Motorrad fahre ich, welcher Hersteller, was für ein Motorrad hatte ich vorher, wie viele Kilometer fahre ich im Jahr, seit wann fahre ich, was ist mir beim Kauf wichtig, was ist mir am Motorrad wichtig........ Anschließend wurden die anderen 8 Teilnehmer und ich in einen Besprechungsraum gebracht. "Groooßer Spiegel.", dachte ich und fand ihn etwas suspekt. Kein Wunder, das war ein venezianischer Spiegel, wie sich herausstellte (sprich: man kann von der anderen Seite durchgucken). Dahinter saßen ein paar Leute, so wurden wir aufgeklärt, die uns über Deckenmikrofone zuhörten und zur Auswertung wurde das alles auch aufgezeichnet. Es gab was zu knabbern und was zu trinken - ok! ^^ (Nein, Spaß beiseite: da uns zugesichert wurde, dass man die Aufnahmen nur zur Auswertung intern verwenden und anschließend vernichten würde, waren wir alle einverstanden.) Außer mir war noch eine Frau da, die ebenfalls eine ER-6n fuhr. Der junge Mann neben mir fuhr eine Suzuki Bandit und alle anderen fuhren die Honda CBF entweder nackisch oder mit bisserl Plastik. Wir alle waren Anfänger und wir alle hatten neue Maschinen. Eigentlich alle HondafahrerInnen hatten das Angebot von Honda angenommen, EUR 1000 zum Führerschein dazuzubekommen, wenn sie anschließend eine neue Maschine kaufen. Das köderte natürlich einige. Bis auf einen waren wir alle mit unseren Maschinen zufrieden. Der Jungspunt war Führerscheinfrischling und da fehlte eben das Geld für einen Supersportler... Seine CBF war ein Kompromiss. Es wurden einige der Fragen vom Fragebogen noch mal durchgesprochen und anschließend zeigte man uns 5 Fotos von verschiendenen Motorrädern und ihren Fahrern. Wir sollten beschreiben, was wir damit assoziierten. Anschließend wurden wir gefragt, mit wem davon wir uns identifizieren würden - und eigentlich alle konnten sich in dem jungen Kerl wieder erkennen, der lässig an seinem Tourensportler lehnte - unter den Palmen von Miami Beach oder so. Wobei ich dem Kerl mit seiner BMW 1150 GS auch etwas abgewinnen konnte - damit kann ich auch nach Marokko fahren und über die Schotterpisten heizen... Naja, wohl eher schleichen (aber nicht mal das ginge mit meiner Betty). Nach ziemlich genau 2 Stunden war das Interview beendet und ich erhielt meine "Aufwandspauschale" (aber ich denke, alle haben die bekommen). Im Parkhaus war ich positiv überrascht, dass mich die 2,5 Stunden gerade einmal EUR 1,50 kosteten. Am Donnerstagmorgen musste ich mir übrigens bei der Kreisverwaltung einen neuen Fahrzeugschein für EUR 21,20 ausstellen lassen, weil Papa ihn vermutlich ausversehen ins Altpapier entsorgt hat. Ansonsten wüsste ich nicht, wo er abgeblieben sein soll... Sonntag, 15. Juni 2008An diesem Automaten nur Münzzahlung
Andy und ich wollten nur mal schnell in die Stadt, um im Saturn Kopfhörer und eine Schutzhülle für sein iPhone zu kaufen. Zu diesem Zweck latschten wir zum Barbarossaplatz, wo auch der REWE ist, in dem wir anschließend die Lebensmittel für's WE einkaufen wollten. Vom Barbarossaplatz aus sind es nämlich genau drei Stationen bis zur S-Bahn-Station in der Sadt. Die kann man mit einem Kurzsteckenticket fahren.
So, warum erzähl ich euch das? Ganz einfach: Andy hatte keine Tickets mehr und wollte sich also, wie es sich für einen anständigen Bürger ziemt, ein neues 4er-Ticket ziehen. Nur leider hatte er nur Papiergeld, ich hatte gar kein Geld bei mir (und wenn auch nur Papier) und der Automat nahm aber nur Münzen. Großartig! Also nahm ich mir den 5€-Schein und trabte rüber zum REWE. Ich wartete, bis de Kassieren eh die Kasse öffnen musste und fragte höflich, ob sie mir den Schein in Münzen wechseln könne. "Für den Einkaufswagen?", fragte die Dame und verwirrt antwortete ich: "Auch. Ich muss vorher aber noch mal kurz in die Stadt...." "Dann machen wir das nicht.", sagte sie bestimmt und ich musste mich echt beherrschen. "Zu nett von Ihnen. Wäre ja auch ein großer Aufwand, da die Kasse eh offen ist.", fauchte ich nur und stapfte hinaus. Vermutlich ist das eine Geschäftsanweisung, damit die Leute eben nicht nur von der S-Bahn herüber kommen und den Betrieb aufhalten. Fakt ist aber, dass ich da nicht mehr einkaufen gehe! Der Mann im Lotto-Geschäft hingegen lächelte und fragte, wie ich die Münzen den haben wolle. Wir erwischten auf die Sekunde die nächste Bahn in die Stadt und Andy verbrachte geschlagene drei Stunden im Saturn! Auf dem Heimweg haben wir anschließend einen Kaiser's gefunden, der auch etwas gemäßigtere Preise hat. So kann man sich auch die Kundschaft vergraulen! Donnerstag, 12. Juni 2008Renn-Ratte
"Sie haben gewonnen!!" Die eMail fand ich vor knapp zwei Wochen in meinem Eingangskorb. Normalerweise sollte man diese Sorte Post getrost ignorieren, nicht aber wenn man zuvor bei einem Gewinnspiel mitgemacht hat. Tatsächlich! Ich hatte "2 Schnupperrunden unter Instruktor-Anleitung auf dem Nürburgring" gewonnen! Alles, was ich tun musste, war mich verbindlich anmelden - das wurde auch sehr einfach gemacht: man musste nur den nachfolgenden Link anklicken.
So weit, so gut. Einerseits war ich total happy, aber auf der anderen Seite: ich "Raserin" bei einer Art Renntraining auf der Nordschleife....? Andy meinte dann nur: "Hei was überlegst du noch? mach mit! Wenn es dir nicht gefällt, kannste immer noch gehen oder gar nicht erst hinfahren." Also gut, bei der Anmeldung gab ich dann auch direkt an, dass ich ein "Slow rider" sei (naja, eigentlich hab ich einfach nur die langsamste Kategorie angeklickt). Alle weiteren Infos würden mir dann in einer zweiten Mail mitgeteilt, die auch schon 3 Tage später ins Haus flatterte. Sehr lustig: das Training war am 12.06. und am 09.06. hatte ich mir bereits Urlaub genommen, um mich von Rock am Ring erholen zu können... Also hatte diese Arbeitswoche nur 3 Tage für mich - sehr angenehm. Ich bin aufgestanden wie immer, hatte meine Sachen schon gepackt (ganz wichtig Regenkombi, denn es war schlechtes Wetter gemeldet), nur meine Papiere nicht gefunden. Dafür war nun aber keine Zeit mehr. Ich tingelte gemütlich die B257 entlang über Adenau und hatte pünktlich um 8:05h mein Bändchen, das Kärtchen mit der Gruppenzuteilung und einen Namenssticker in Empfang genommen. Um 8:50h würde es eine Einweisung geben und anschließend gin es auf die Strecke. Zuerst musste meine kleine Emma aber noch kurz durchgecheckt werden. Ein Mechaniker prüfte die Bremsen auf Belag und Funktionalität und die Reifen auf Profil. Der Rest wurde bloß einer Sichtprüfung unterzogen, aber wir sind hier ja auch nicht beim TÜV. "Renn-Ratte" vollständig lesen Montag, 9. Juni 2008Rock am Ring: 6.-8. Juni 2008
Es ist Donnestagabend. Ich hab keinen Plan, was ich alles einpacken soll. Nicht zuviel - vielleicht muss ich es weit tragen, aber das Event findet am Ring statt. Da braucht man Klamotten für kaltes Wetter, warmes Wetter und nasses Wetter... Per Zufall habe ich noch am Tag davor meine alte Motorrad-Regenkombi gefunden und gleich mal mit Gaffa-Tape an den undichten Stellen zugeklebt. Sollte halten. T-Mobile war so nett, mir spontan und unkompliziert den Entsperrcode für mein altes Nokia-Handy zu geben, welches ist mit einer PrePaid-Card bestückt mitnehmen wollte. Dann merkte ich: "Fuck. Weder Nachhilfe, noch Reiten abgesagt und wer weiß schon, wie lange die Profibot-Veranstaltung auf der Arbeit geht...? Das war's dann mit Serj Tankian-gucken..."
Am Freitag konnte ich gottseidank um 15h von der Arbeit weg. Ich bin direkt zur Nachhilfe gedüst, dann zum Reiten und anschließend zum Ring. Die Parkplatzsuche war noch schwieriger, wie erwartet. Aber ich wurde in einem kleinen Dorf auf dem Bürgersteig fündig, wo das Autochen gerade so drauf stehen konnte, und ich somit weniger Angst haben musste, dass mir jemand reinfährt. Dafür blieb die Frage, ob die Besitzer der Pension (vor deren Hecke und Haustür ich stand) nicht den Abschleppdienst rufen würden. (Aber ich hatte kein Parkverbotsschild entdecken können und da der Gehweg ohnehin an meiner Kofferraumklappe endete, sollte das auch kein Problem werden.) Am Haupteingang bekam ich über eine halbe Stunde später (ja, bei Rock am Ring darf man nicht fußkrank sein) mein Eintrittsbändchen und "dachlatte" (so Frans' Portey-Name) holte mich ab. Gemeinsam schauten wir noch die letzten 20 Minuten von Rage against the machine. Wow, dann war ich auch schon verdammt müde. Frans und ich hatten den gleichen Weg und so konnte ich mich schon mal nicht verlaufen - das haben wir gemeinsam gemacht. Aber wir merkten es gottseidank, ehe wir am falschen Zeltplatz angekommen waren. ^^ Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch war ich wieder am Auto angekommen und fuhr nach Hause. In Hannebach machte ich keine kleine Schlafpause. Ich glaube, Mama war deswegen am nächsten Morgen nicht all zu sauer auf mich, dass ich heimgekommen war, statt am Ring zu pennen.... Zugegeben, die Strecke war ja auch viel weiter als ich gedacht hatte. Am Samstag steuerte ich sofort wieder meine kleine, private Parktasche an und stellte mich dieses Mal rückwärts dorthin. Das war um einiges leichter als so wieder auszuparken (andernfalls hätte die Hecke noch Schaden genommen oder gar das Auto). Am Vormittag war ich noch einkaufen gewesen und hatte für die Jungs eine Kiste Saft mitgebracht. Ich werde vorerst nie wieder 12 kg Saft über 2 Kilometer tragen... ächz Im Allgemeinen wurde ich sogar völlig entsetzt angestarrt: "Saft?! Nur Saft??!! Wo ist der Alkohol?" Ich traf mich mit Frans und den anderen am Eingang zum Zeltplatz und dann gingen wir eigentlich auch schon sofort los. Die Jungs wollten sich für In Flames einen guten Platz sichern und ich wollte Disturbed sehen. Disturbed legten eine verdammt gute Show hin. Der Sänger ließ sich im Hannibal Lecter-Outfit auf die Bühne karren und schon wurde der Menge eingeheizt. Bei In Flames wollte ich nur mal kurz aufs Klo. Die nette Dame vom Sicherheitspersonal winkte mich über die Treppen und nach er folgreicher Erleichterung durfte ich aber nicht mehr zurück. Ich solle außen herum gehen, war die Antwort... Na großartig, damit würde ich hinter den Wellenbrechern landen... Nach mehreren Anlaufstellen landete ich in der Mitte. Es wurde heiß debattiert, wie man sich herein schmuggeln konnte, denn es war klar, dass die Securities die Schleusen nicht mehr aufmachen würden. Ein paar Jungs hoben mich freundlicher Weise hoch und ich wurde zum Wellenbrecher durchgereicht... Nur leider standen dort die Aufpasser dicht an dicht und so musste ich wieder außen herum. Irgendwann landete ich an der Boxengasse und nach einigen Minuten im Gedränge kam auf einmal Bewegung in die Masse oder anders gesagt: man überrante den Wellenbrecher und die Sicherheitsleute. Die armen Jungs vom BGS hatten keine Wahl: sie zogen die Leute drüber und damit "rein" oder die Nachdrängenden würden sie am Wellenbrecher zerdrücken... Auf der anderen Seite hatte ich auf einmal verdammt labrige Knie und holte erst mal Luft. Ich ging wieder zu den anderen und schon kamen Nightwish auf die Bühne. "Rock am Ring: 6.-8. Juni 2008" vollständig lesen Mittwoch, 4. Juni 2008Die Fahrscheine bitte...!
"Es ist 7 Uhr ich sitz im Bus, und ich könnt schon wieder kotzen, weil..." bzzt Diese Zeile aus Jan Hegenberg's "Einfach ma die Fresse halten" passt soweit ganz gut. Es ist zwar etwa 7:20h und ich hab keine Omas neben mir, aber kotzen könnte ich trotzdem. Eine Kontrolleurin fordert mich zu einer routinemäßigen Fahrscheinkontrolle auf. Soll mir Recht sein. Ich krame also mein Jobticket hervor, sie schiebt es in ihr Auslese-Gerät und reicht es mir zurück. Dabei hält sie inne: "Sie sind Auszubildende?" "Nö, wieso? Das ist ein normales Jobticket.", erwidere ich, Sie nimmt das Ticket wieder an sich und sagt: "Dann brauche ich jetzt einen Ausweis." Ich reiche ihr meinen Perso und sie sagt: "War ja klar, dass Sie nicht Alexander Dellert sind." WTF??? "Erm, nee. Wieso?", frage ich verwirrt und denke: "Wieso fragt die nachm Alex??" Die Frau sieht mich etwas verwirrt an und sagt: "Weil der als Ticketinhaber hier steht. Kennen Sie den?" Sie wedelt mit dem Gerät und ich antworte nur perplex: "Klar, der Alex isn Kollege von mir. Wir haben die Tickets vor ein paar Monaten zusammen abgeholt... anscheinend wurden die vertauscht..." Der Kollege der Frau zückt einen Notizblock, krakelt etwas darauf und sagt:
Auf der Arbeit angekommen, informierte ich umgehend unsere zuständige Personalstelle darüber. Dort wurde alles weitere mit den Stadtwerken abgesprochen und am Abend konnte ich mein neues Ticket abholen. Die Kundennummer meines Arbeitsgebers hatte ich auf die "Knolle" notiert, wofür ich mir am Schalter ein ironisches Lächeln des Sachbearbeiters einfing: "Dafür bin ich nicht zuständig. da müssen Sie morgen wiederkommen. Die Öffnungszeiten der zuständigen Dienststelle sind dort angeschrieben." - "Das weiß ich. Ich möchte mir aber ein neues Ticket abholen und das ist die Nummer dazu." - "Dann brauche ich Ihr altes Ticket." - "Das ist eingezogen worden. Hören Sie, meine Firma hat schon alles abgeklärt. Geben Sie mir einfach mein Ticket!" Der Mann hat einfach nur seine Arbeit machen wollen und nem falsch ausgeteilten Ticket begegnet man nicht täglich, aber manchmal nervt mich diese "Jajajaja, ich weiß schon, was Sie wollen"-Routine echt an! Ich habe bestimmt 15 Minuten warten müssen und morgen muss ich noch mal dahin, damit der Strafzettel gelöscht wird... Freude! PS: Eigentlich wollte ich direkt zu dem Song von Jan Hegenber auf dessen Homepage linken, aber das möchte er nicht - verständlicherweise, da ihm sonst die Sponsoren weglaufen. Daher: wer sich für seine Musik interessiert, einfach http://www.janhegenberg.de ansurfen. Es lohnt sich! Montag, 2. Juni 2008Just-for-fun-tauchen... öhm, AOWD-Tieftauch-Specialty
Es war geplant, meinen Gutschein für einen Freiwassertauchgang einzulösen. Um 9:00h war ich an der Tauchschule und stellte fest: kaum jemand da. Im Geschäft saßen Stefan, Mareile und noch ein anderes Mädel. Ich suchte meine Sachen zusammen und packte die Wanne. Die 38er-Tauchanzug war zwar noch etwas klamm, aber egal. War nur Wasser und er würde eh wieder nass werden! Alles wurde in dem Bus verstaut, die Flaschen verzurrt und auf Los ging's los. Ursprünglich war geplant gewesen, an den Blausteinsee zu fahren. Das war aber verworfen worden und stand dessen stand der Krämersee an der Tafel (dieser See scheint zu der Tauchschule zu gehören, wo ich meine ABC-Ausrüstung gekauft habe - zumindest sagt Google das. ^^). Schließlich und endlich standen wir wie üblich am Hitdorfer See.
Während der Fahrt kamen Mareile, Stefan und ich auf das Thema "Advanced Open Water Diver", kurz AOWD, und welche Specialties ich mir ausgeguckt hatte Aus "Tieftauchen, Untwerwasserfotografie, Haitauchen und Wracktauchen" wurde dann recht schnell "Tieftauchen, Untwerwasserfotografie, Nitrox und Navigation". Haitauchen zählt nicht und Wracktauchen scheitert an einem nicht vorhandenen Wrack. "Ja, wir machen heute auch Tieftauchen. Dann mach das doch gleich mit?", schlug Stefan vor und so war's dann auch. Gottseidank hatte ich kurz vor der Abfahrt noch eine zweite Flasche für mich geholt. Ich hatte ja eigentlich nur einen Tauchgang angedacht. Am See angekommen hieß es wie üblich erst mal Schleppen. Da wir nicht nah am See parken konnten, musste schnell ausgeladen werden. Wir montierten unsere Ausrüstung und Mareile und ich watschelten vor zum See. Das Wasser war noch etwas wärmer geworden, knappe 20°C sagte mein Tauchcomputer. Das andere Mädchen, welche ihren Padi-AOWD macht, und Stefan folgten etwas später. Tauchlehrer-normal-gerecht erschien Stefan im "Trocki". Wir begannen im seichten Wasser, checkten, ob alles ok war und steuerten die tiefen Bereiche an. Das Wasser war sogar sehr angenehm... Bis zur 5m-Marke, da wurde es plötzlich bitterkalt. Sprungschichten sind eine sehr gemeine Erfindung. Bei 10m wurde dann auch die Sicht schlechter und die Padi-Schülerin schüttelte den Kopf. Sie fühlte sich nicht wohl. Im dunklen und trüben Wasser zu tauchen ist auch nicht jedermanns Sache. Stefan bat Mareile das Mädchen in flachere Bereiche, bzw. ans Ufer zurück zu bringen (Tauchen ist ein Buddy-Sport: keiner geht alleine!). Nach weiteren fünf Minuten hatte der etwas stechende Kälteschmerz nachgelassen. "Just-for-fun-tauchen... öhm, AOWD-Tieftauch-Specialty" vollständig lesen Freitag, 30. Mai 2008Weltuntergangsstimmung
Die ganze Woche war sehr verregnet und in der Nacht wurde ich von lautem Krachen und Donnergrollen geweckt. Ein Gewitter tobte sich über unseren Köpfen aus. Kirchdaun hatte noch Glück, wie ich auf der Arbeit noch erfahren sollte. In der Umgebung (Remagen, Sinzig, Bad Breisig) hatten Tischtennisball-große Hagelkörner unzählige Autos zerbeult; unter anderem auch die Fahrzeuge eines Autohändlers...
Sowieso war es nicht normal, was an Wasser von oben herabregnete. (Leider sieht man das auf einem Bild nicht so gut.) Ja, der Klimawandel... Früher, als alles noch besser war... ( Ironsicherweise mag ich dieses Weltuntergangs-Feeling. Donnerstag, 29. Mai 2008Bald.... sehr bald...
Juni und Juli werden uns mal wieder interessante Filme auf die Leinwand bringen. So freue ich mich schon auf Hancock und Wanted.
Wes führt ein langweiliges, durchschnittliches Leben. Eines Tages wird sein Vater ermordet und ihm begenet die attraktive, mysteriöse Fox. Sie rekrutiert ihn für eine Geheimorganisation, die Todesurteile vollstreckt, welche das Schicksal persönlich gefällt hat. Wes gefällt sich sehr bald in seiner neuen Rolle und muss aber lernen, der Versuchung der Macht zu widerstehen.... Montag, 26. Mai 2008Indiana Jones 4
Indy und das Königreich des Kristallschädels oder so....
In der IMDB-Wertung ist der Film von einer gradiosen 8.8 inzwischen auf eine 7.7 abgesunken. Aber das ist immer noch beachtlich gut (vor allem wenn man bedenkt, dass er von den Filmkritikern völlig zerissen wurde). Im Gegensatz zur Behauptung "der alte Indy-Humor fehlt hier völlig" bringt unser alternder Professor seine Sprüche noch immer trocken, direkt und ist sich nicht zu schade, gleich zu Beginn in Schwierigkeiten zu stecken: im Kofferraum wird er von einer Gruppe Russen nach Area 51 gebracht um eine Kiste zu identifizieren (na, wer erinnert sich noch an das Kistenlager am Schluss von Teil 1?? ^^) und seine Kidnapper sind, wie üblich, nicht gerade zimperlich mit ihm... Irina Spalko (wie immer toll: Cate Blanchett, auch wenn Garvin das anders sieht) ist "Stalins Augapfel" und Wissenschaftlerin für Paranormales. Sie will die ultimative Psycho-Waffe finden, mit der sie die Feinde Stalins einfach und lautlos, aber effektiv ausschalten kann. Indy gelingt die Flucht... Mehr oder weniger...In einem Kühlschrank macht er unfreiwillig Bekanntschaft mit einer Atomexplosion (das ist wirklich die einzige Szene, die mich sehr, sehr gestört hat!). Das FBI hält ihn natürlich, obwohl er Opfer einer Entführung war, für einen Kommunisten und zieht all seine bisherigen Taten in Zweifel, was ihn seinen Lehrstuhl kostet. "Soll mir recht sein!", denkt Indy, nimmt seinen Hut und beschließt künftig in London oder Leipzig zu unterrichten. Indy lässt sich erst überreden, sich in die Sache einzumischen, als der (Stief)Sohn eines alten Freundes (gespielt von Shia LaBeouf) ihn um Hilfe bittet, um seine vermissten Eltern zu suchen. Was Indy nicht weiß: Mutt heißt eigentlich gar nicht Mutt und seine Mutter ist keine andere als Marion Ravenwood (siehe ebenfalls Teil 1), die Indy damals kurz vor der Hochzeit sitzen ließ... Mutt muss sehr schnell lernen, dass primitive Dschungelvölker und Riesenameisen alles andere als ungefährlich sind und der "Opa" nur halbtags ein langweiliger Professor ist... Garvin fand den Fechtkampf von Mutt und Irina im Dschungel sehr überzogen, wobei ich direkt an "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" denken muss, als Indy zu Pferd gegen die Panzer der Nazis antrat... "Vater! Vater!" - "Junior! Junior!" (Einfach großartig!) Als dann das Rätsel um den Kristallschädel gelöst wird, war ich allerdings doch etwas enttäuscht. Das Ende war infogedessen schon konsequent, aber eben nicht indy-typisch wie sonst. Alle weiteren Ausführungen würden an dieser Stelle die Spannungen verderben (spoilen). Dennoch würd ich dem Film 7,5 Punkte geben - einfach weil ich Indiana Jones so mag. Abends saßen wir noch in einer kleinen Bar am Hansa-Ring (glaube ich), als neben uns eine weiße Stretch-Limousine anhielt. Emba kommentierte es trocken mit "Wie süß, die haben sogar Fotografen engagiert, damit die Leute sich wichtig vorkommen!" Ich drehte meinen Kopf und entgegnete: "Ich glaube, die sind wichtig. Das ist DJ Tomekk, wenn ich nicht irre. Zumindest ist die Ähnlichkeit verdammt groß." Über seine Begleiterin mit Doppel-E belustigsten wir uns noch etwas, da sie wie Polly, die Cousine von Dolly Buster, aussah.
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